Heinrich-Prescher-Schule


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Gewaltprävention

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Sucht- und Gewaltpräventionsseminar auf der Marienburg in Niederalfingen


In Begleitung der für Sucht- und Gewaltprävention zuständigen Lehrerin Frau Eble sowie der Schulsozialarbeiterin Frau Feuchter verbrachten vier Schülerinnen und vier Schüler aus den Klassen 7 - 9 der Heinrich-Prescher-Schule vom 09. - 11. November 2009 drei Tage auf der Marienburg in Niederalfingen. Dort wurden sie zusammen mit anderen Hauptschülern zu Schülermultiplikatoren ausgebildet.

Ziel eines solchen Seminars ist es, die Gruppen-Meinungsbildner entsprechend zu schulen, so dass diese in die Lage versetzt werden, ihre im Seminar gewonnen Erkenntnisse und Einsichten an ihre Peergroup weiterzugeben und damit einen positiven Einfluss auf die Mitschüler auszuüben, was deren Einstellung zum Konsum von Suchtmitteln und gegenüber der Anwendung von Gewalt anbelangt.

Initiiert wurde das Seminar vom Suchtbeauftragten des Landratsamtes Ostalbkreis, Berthold Weiß, die Leitung hatten zwei erfahrene, in der Jugendarbeit tätige Teamerinnen.

Der Ablauf des Seminars:

Bereits beim Kennenlernspiel hatten alle Teilnehmer viel Spaß. Aufgabe war es, den ausgelegten Baby- und Kinderbildern die entsprechenden jugendlichen bzw. erwachsenen Seminarteilnehmer zuzuordnen.
In zwei Gruppen wurden anschließend Konsum- und Tätigkeitsprofile erstellt, d.h. die Telnehmer fragten sich: Wonach kann man süchtig sein? Warum konsumiere ich? Was konsumiere bzw. was mache ich wie oft?
Zeitlich sehr umfangreich war die Arbeit mit dem „Tankmodell“ als Symbol: Wann fühle ich mich wohl? Was brauche ich, dass mein innerer Tank gut gefüllt ist? Was macht meinen Tank leer und wodurch kann ich ihn wieder auffüllen? Am Ende stand die Erkenntnis, dass der häufige Gebrauch eines Ersatzmittels zum Füllen des Tanks zu Missbrauch, Gewohnheit und letztendlich zur Sucht führt, verdichtet in der Aussage:

JEDE SUCHT IST EINE SEHNSUCHT.


Ausgehend von der Tatsache, dass jedes praktische Tun besser haften bleibt als Theorie, beschrifteten die Schüler bunte, aufgeblasene Luftballons als „Kraftstoff“ für den Tank und versahen diesen anschließend mit vielen „Tankstellen“.
Höhepunkte des Seminars waren das Abseilen von der Burgmauer, der bunte Partyabend mit vielen, sehr gelungenen Beiträgen der Schüler sowie ein Genuss- und Verwöhnkarussell mit Massagen und Düften. Viele kooperative und Bewegungsspiele rundeten die Tagung ab und lockerten auf.
Mit Rollenspielen zu Suchtgeschichten, der Planung der sich anschließenden Arbeit in den Klassen und einem gegenseitigen „Sich-den-Tank-Füllen“ endete das Seminar, das bei allen Beteiligten großen Anklang fand und in dem die Schüler ganz offensichtlich eine Stärkung ihrer Persönlichkeit erfahren haben.

Unsere Schüler wurden für ihre Arbeit und für ihr sehr gutes Verhalten von den Teamerinnen gelobt, und darauf können sie stolz sein, sie haben es verdient!


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